Wer den Wind sät - Michael Lüders

Wer den Wind sät...

... wird Sturm ernten! Ein äußerst aufschlussreiches Buch. Kenntnisreich zeigt der Autor auf, wie ausländische Akteure - ob Regierungen, Konzerne oder Geheimdienste - in die Entwicklung eben jener Länder des Nahen Ostens wiederholt eingegriffen haben, die uns heute als Krisenregionen bekannt sind. So wird deutlich, dass die politischen Akteure in diesen Ländern nicht selbst die Verantwortung für die Instabilität tragen, etwa aufgrund mangelnder Bildung und fachlicher Kompetenzen, sondern ihr Spielraum gegenüber den einstigen (?) Kolonialmächten bis heute begrenzt ist.
Selbst der islamistische Terrorismus ist keine ureigene "Erfindung" der Menschen am Hindukusch, sondern wurde seitens der USA systematisch gefördert, um die Widerstandsfähigkeit der Region zu schwächen. Was heute an islamistischem Terror in den Westen getragen wird, ist das Resultat dessen, was der Westen selbst ausgesät hat.

Neugierig geworden? Lesen Sie selbst! Es ist alles mit Belegen versehen.

Syrien zwischen Schatten und Licht - Karin Leukefeld

Ich habe das Buch mit größtem Interesse gelesen, obwohl ich mich bereits viel mit dem Thema Nahost beschäftigt hatte. Immer wieder hatte ich mich dabei gefragt, woher diese Unversöhnlichkeit zwischen der arabischen Welt und Israel kommt.
In einem zeitgeschichtlichen Rundumschlag lässt Karin Leukefeld nicht nur die Hintergründe des Syrien-Krieges deutlich werden, sondern erklärt auch für jeden einleuchtend, wie der arabische Raum von den Kolonisatoren systematisch zerschlagen und damit dauerhaft destabilisiert wurde. Hieraus resultieren auch zahlreiche ungelöste Flüchtlingsproblematiken. Im Buch wie in ihren Vorträgen überzeugt Karin Leukefeld und lässt niemanden kalt.

Ein handsigniertes Exemplar dieses lesenswerten Buches kann bei uns in der Gruppe ausgeliehen werden.

Netzwerk des Todes - Jürgen Grässlin, Daniel M. Harrich, Danuta Harrich-Zandberg

Heyne-Verlag 2015, ISBN: 978-3-453-20109-5, € 16,99


Klappentext:

Die wahre Macht der deutschen Waffenindustrie

Die Skandale zum deutschen Handel mit der tödlichsten Waffengattung unserer Zeit, den Kleinwaffen, finden kein Ende. Wie kommen deutsche Waffen in so großem Umfang immer wieder in die Hände verbrecherischer Regime, brutaler Paramilitärs und rivalisierender Bürgerkriegsparteien? Auf der Spur dunkler Geschäfte folgen Daniel Harrich, Jürgen Grässlin und Journalistin Danuta Harrich-Zandberg dem Weg der Waffen in die Krisenregionen dieser Welt. Anhand umfassender Recherchen belegen sie, wie diese fragwürdigen Waffenlieferungen zustande kommen, und entlarven die Hintermänner.
Ein Politthriller, wie ihn nur die Wirklichkeit hervorbringt. Die Hintergründe des schmutzigen Geschäfts mit deutschen Waffen – mit sensationellen neuen Erkenntnissen und bisher unveröffentlichten Beweisen.

Globales Chaos - Machtlose UNO - Andreas Zumach

Rotpunktverlag, Zürich, 2015, ISBN 9783858696441
€ 22,00 Euro

Ob in der Ukraine, Syrien, Irak, Israel/Gaza oder im »Krieg gegen den Terrorismus«: In allen wesentlichen Gewaltkonflikten seit Beginn des Jahrtausends spielt die UNO kaum mehr eine politische Rolle bei den Bemühungen, diese Konflikte zu beenden und ihre Ursachen zu überwinden. Die Weltorganisation wird von ihren Mitgliedsstaaten reduziert auf die Rolle des humanitären Nothelfers für die Opfer dieser Konflikte. Und selbst für diese humanitären Aufgaben erhält die UNO von ihren Mitgliedern nicht mehr genügend Geld. Eine solche schwache und handlungunfähige Weltorganisation halten viele inzwischen für überflüssig. Doch eine politisch effektive UNO wird heute ebenso dringend gebraucht wie bei ihrer Gründung vor 70 Jahren nach der Barbarei von Holocaust, Faschismus und Zweitem Weltkrieg.

Diehl - Porträt einer deutschen Waffenfabrik - Stefan Aigner, Thomas Rödl

Zur PDF-Version der Broschüre

Über die Autoren

Stefan Aigner arbeitet seit acht Jahren als Journalist in Regensburg. Seit 2008 ist er Herausgeber der Online-Zeitung regensburg-digital.de.
Thomas Rödl ist Geschäftsführer des HMV- Bildungswerkes und Sprecher der DFG-VK Bayern, beschäftigt sich seit 30 Jahren mit Abrüstungspolitik, Rüstungsindustrie und Rüstungskonversion

Gliederung der Broschüre:
110 Jahre Diehl - Diehl im Zweiten Weltkrieg - Wiederaufstieg - Der Konzern heute -
Die Teilkonzerne - Die Wehrtechnik: Herz und Motor von Diehl - Diehl Aerospace -
Diehl Defence - Panzerketten: Diehl Remscheid GmbH & Co KG
Service für die Bundeswehr: Industriewerke Saar GmbH - Zünder: Junghans Microtec GmbH
Sensoren: AIM Infrarot-Module GmbH - Raketen und Granaten: Diehl BGT Defence
Joint Ventures von BGT Defence - Kooperation mit Israelischer Rüstungsindustrie
Landminen und Streumunition - Fire and Forget - Lobbyarbeit -
Handlanger deutscher Machtpolitik oder Gefahr für die Demokratie?
Anhang: Teilkonzerne, Firmen, Werke und Beteiligungen

Broschüre, 40 Seiten, Bezug über DFG-VK München, 3.- € zuz. Versandkosten
(DFG-VK-München, Schwanthalerstr.133, 80339 München).
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Die Erarbeitung einer solchen Broschüre kostet... Falls Sie diese Broschüre nützlich finden, bitten wir um eine Spende an das Helmut-Michael-Vogel-Bildungswerk.
Spenden an unser Bildungswerk sind steuerlich absetzbar:

Konto: IBAN: DE374306 0967 8217 1208 00 ; BIC: GENODEM1GLS (GLS-Bank)

Schwarzbuch Waffenhandel - Jürgen Grässlin

Cover: Schwarzbuch Waffenhandel
Heyne Verlag, München 2013, ISBN 9783453602373
Kartoniert, 624 Seiten, 14,99 EUR

Klappentext:

Unsere Politiker beschwören den Frieden und betreiben den Krieg: Deutschland ist der weltweit drittgrößte Waffenexporteur und schreckt vor Lieferungen an verbrecherische Regime und Diktatoren nicht zurück. Jürgen Grässlin deckt auf, wer die Profiteure dieser Kriegswirtschaft sind, er nennt Industrieunternehmen beim Namen, er zeigt, wer in der Politik die Exporte genehmigt und wie die Banken das alles finanzieren. Hochbrisante Fakten, profund recherchiert ein Augenöffner, wie tief unser Land in die globale Tötungsmaschinerie verstrickt ist.

Bayern unter Waffen! Wirtschaft ohne Rüstung – geht das? Tagungsberichte Rüstung in Bayern – eine Standort-Analyse – Julia Killet und Thomas Rödl

Studienreihe der Rosa-Luxemburg-Stiftung
aus: Zivilgesellschaftliche Bewegungen –
institutionalisierte Politik Nr. 24/2013

als PDF-Datei (ca.1,2 MB)

 

Umgangssprachlich: Krieg - Testfall Afghanistan und deutsche Politik - Mario Tal (Hrsg.)

Neue Kleine Bibliothek 153, 275 Seiten
ISBN 978-3-89438-441-8
Verlag Papy Rossa, Köln 2010

»Umgangssprachlich« werde in Afghanistan Krieg geführt, so unlängst der deutsche Verteidigungsminister. Unter den wechselnden Begründungen, warum sich die Bundeswehr daran beteiligen müsse, kehrt stets die Behauptung wieder, dort werde auch unsere Sicherheit verteidigt. Allein die Öffentlichkeit will mit großer Mehrheit den Sinn des »Engagements« nicht verstehen, auch wenn sich die Medien Mühe geben, ihn zu vermitteln. Der Band entwirrt das Geflecht aus Politik, Wirtschaft, Militär und Medien. Benannt werden ökonomische und geostrategische Interessen; skizziert werden politische, soziale und militärische Entwicklungen; begründet wird die Forderung nach einem unmittelbaren Abzug; diskutiert wird, welche weiteren Forderungen sich damit verbinden lassen. Behandelt werden u. a.: Die inneren Verhältnisse in Afghanistan vor und nach der US-Intervention; Frauenrechte als Kriegspropaganda; der Nato-Krieg und seine Ausweitung; der »Fall Kundus«; »Terrorabwehr« – die Bundeswehr probt den Einsatz im Innern.

Beiträge von: Matin Baraki, Sevim Dagdelen, Joachim Guilliard, Michael Haid, Christoph Marischka, Knut Mellenthin, Norman Paech, Ulrich Sander, Michael Schulze von Glaßer, Mario Tal, Jürgen Wagner und Thomas Wagner.

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Peter Bürger:

Bildermaschine für den Krieg. Das Kino und die
Militarisierung der Weltgesellschaft

 


Heise Zeitschriften Verlag, Hannover 2007, 216 Seiten,
ISBN: 978-3-936931-45-7

Anhand von Film- und Video-Beispielen wird gezeigt, wie die Leinwand und der Bildschirm unser Bild vom Krieg prägen, wie gewalttätige Strategien als das „Normale“ vermittelt werden. Mit großen Kino- und Filmproduktionen und militärbezogenen Computerspielen sorgt die kommerzielle Unterhaltungsindustrie dafür, dass der „Krieg“ zu einem zentralen Teil unserer Kultur wird. Wichtige Elemente dabei sind die Verherrlichung der Vernichtungstechnik und die Bewunderung ihrer ästhetischen Elemente (Faszination der Technik), eine undifferenzierte Weltsicht mit einem schlichten Schwarz-Weiß Denken sowie die totale Abwertung des Feindes zum Nicht-Menschen!
Filme und Computerspiele dieser Art betreiben nicht nur eine Imagepflege des Militärs und der Rüstungsindustrie, sie vertiefen auch bestehende Vorurteile und rüsten auf zum Kampf der Kulturen. Mit der von Ihnen erzeugten Angst schaffen sie die Grundlage für den Ruf nach radikalen, gewalttätigen Konfliktlösungen.
Die Brisanz der Recherchen Peter Bürgers wird durch den Nachweis einer zunehmenden Verstrickung der Kriegsfilm- und Kriegsspielindustrie mit der Rüstungsindustrie und den dazugehörenden Ministerien unterstrichen. Bei den Produktionen des „freien Marktes“ sind Staat und Militär oftmals im Hintergrund beteiligt (...)

 


Studie aus dem Jahr 2011 mit dem Originaltitel
"Why civil resistance works. The strategic logic of nonviolent conflict"
von Erica Chenoweth und Maria J. Stephan erschienen in New York, NY: Columbia University Press



Ins Deutsche übertragen von Stefan Maaß mit dem Titel:
Warum und wie gewaltfreie Kampagnen funktionieren

Eine wissenschaftliche Untersuchung von Erica Chenoweth und Maria J.Stephan
brachte für viele politische Wissenschaftler erstaunliche Erkenntnisse ...weiter als pdf-Datei

 

 

Andreas Zumach:

Die kommenden Kriege -
Ressourcen, Menschenrechte, Machtgewinn -
Präventivkrieg als Dauerzustand?

 

 

Paperback Kiepenheuer&Witsch, Köln, 3. Auflage 2007,
ISBN 978-3-462-03641-1, 8,95 Euro


Iran, Syrien, Nordkorea... Die kommenden Kriege - und wie sie noch zu verhindern wären. Die UNO ist seit dem Irakkrieg geschwächt. Amerika hält an seiner Präventivkriegsdoktrin fest. Europa träumt von politischer Emanzipation durch militärische Stärke. Das Ende des Ölzeitalters ist absehbar - bei wachsendem Energiebedarf weltweit. Gehen wir einer Epoche der Kriege um Ressourcen und »Menschenrechte« entgegen?
Nach dem völkerrechtswidrigen Krieg gegen Irak hat die Bush-Administration Syrien, Iran, Nordkorea und andere »Tyrannen- und Terrorstaaten« ins Visier genommen. In diesen Ländern sollen die Entwicklung von Massenvernichtungswaffen verhindert, Freiheit, Demokratie und Menschenrechte gefördert und damit dem Terrorismus der Nährboden entzogen werden. Doch die Androhung und Vorbereitung von Militärschlägen sind ungeeignete, ja kontraproduktive Mittel, um diese Ziele zu erreichen. Tatsächlich geht es der Bush-Administration in erster Linie darum, im zu Ende gehenden Ölzeitalter den Einfluss und die Machtpositionen der USA in der (noch) ölreichsten Weltregion Mittlerer Osten/Zentralasien zu festigen und auszubauen. Und dies in immer schärferer Konkurrenz zu Europa, China und Russland, die ihrerseits zunehmend auf die Entwicklung militärischer Gegengewichte zu den USA setzen. Sind (Welt-)Kriege um Öl noch vermeidbar? Gibt es noch Chancen für den friedlichen Ausgleich von Interessen und die gemeinsame Bewältigung der globalen Probleme im Rahmen der UNO? Diese Fragen beantwortet Andreas Zumach in seinem hochbrisanten Buch.

     

 

 

Matin Baraki:
Kampffeld Naher und Mittlerer Osten - Die Politik des Westens gegenüber dem Orient von Urban II. bis George W. Bush

 


erschienen im November 2004
beim Distel-Verlag 74072 Heilbronn
120 Seiten, Preis 9,50 Euro, ISBN 3-929348-36-5

Der Afghanische Politologe Matin Baraki, der wiederholt in Erlangen als Referent auftrat, hat über die geostrategische Bedeutung Afghanistans im Nahen und Mittleren Osten ein interessante Analyse geschrieben, mit dem Ergebnis, dass dieses Land noch lange die Schlagzeilen in den Medien beherrschen wird.

 

 

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