Seit Aussetzung der Wehrpflicht 2011 hat die Bundeswehr fast 13.500 Minderjährige rekrutiert.
Die UN-Kinderrechtskonvention verbietet jedoch die Rekrutierung von Minderjährigen.

Dagegen können Jugendliche schon mit dem Mindestalter von 17 Jahren eine militärische Ausbildung bei der Bundeswehr beginnen. Der UN-Fachausschuss für die Rechte des Kindes und der Kinderausschuß des deutschen Bundestages kritisieren die Rekrutierungs- und Werbemaßnahmen der Bundeswehr deutlich. Selbst der Wehrbeauftragte der Bundeswehr stellt in seinem Wehrbericht für 2019 fest: "Die Zahl der eingestellten Minderjährigen ist damit gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Das ist nicht gut. Die Einstellung Minderjähriger sollte die Ausnahme bleiben, Volljährigkeit die Norm."

Daher unterstützen wir die Kampagne "Unter 18 nie!" und fordern:

  • das Rekrutierungsalter für den Militärdienst auf 18 Jahre anzuheben
  • ein Verbot jeglicher Bundeswehrwerbung bei Minderjährigen.

Unterschreiben sie die Petition Unter 18 nie!

Die Minderjährigen können die Konsequenzen, die eine Ausbildung bei der Bundeswehr für sie und ihr weiteres Leben hätte, nicht im vollen Umfang überblicken. Doch wer sich einmal bei der Bundeswehr verpflichtet hat, kann nicht einfach kündigen, sondern muss den Dienst an der Waffe dann aus Gewissensgründen verweigern und mit hohen Rückzahlungen für die bereits in Anspruch genommenen Ausbildungen rechnen.

Der Verzicht auf wesentliche Grundrechte wie das Recht auf körperliche und geistige Unversehrtheit und Leben ist für Soldatinnen und Soldaten zwingend; Bürgerrechte wie die freie Meinungsäußerung und Willensbildung sind eingeschränkt; Gehorsamsverweigerung wird bestraft. Zudem gibt die Bundeswehr selbst zu, dass die Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes bei der Ausbildung minderjähriger Soldatinnen und Soldaten gar nicht eingehalten werden können.

Dabei sind die Ausbildungen in der Bundeswehr häufig gar nicht 1:1 auf das zivile Berufsfeld übertragbar und somit kein Garant dafür, später auch bei zivilen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern eine Anstellung zu finden.

Weitere Informationen finden sie hier

Die Kampagne wird getragen von einem breiten Bündnis verschiedener Organisationen und Zusammenschlüsse aus den Bereichen der Friedensinitiativen, der Kirchen und der Gewerkschaften.

Pressemitteilung

 

Mahnwachen "Unter18nie" der DFG-VK Erlangen und Bündnispartnern am 16.6.2020 in Erlangen und in Nürnberg, Pressebericht

Mahnwache vor Gymnasium Fridericianum in Erlangen

 

 Mahnwache vor dem Bundeswehr-Karrierecenter in Nürnberg

Bundeswehr-Karrierecenter Nürnberg

Pressebericht "Stadtgespräch" in den Erlanger Nachrichten lokal, Seite 1, zu den Mahnwachen
( Ergänzend dazu: Ausführliche Antwort auf die drei Fragen der EN)

 

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